CÉCILE KARLEN

Wie können durch Umnutzung / Umgestaltung von ausgedienten Werkstoffen / Objekten mittels Handwerk / Technologie, und unter Berücksichtigung von ökologischen Kriterien, neue Designprodukte kreiert werden?

Hat sich die “Rolle“ des Designers* geändert? Wird es zur Selbstverständlichkeit, dass Designer zukünftig beim Gestaltungsprozess, dem Material und der Herstellung ihrer Produkte, die Thematik Umwelt & Nachhaltigkeit berücksichtigen? Und werden dadurch das Handeln und das Bewusstsein der Menschen beeinflusst?

Diese Fragen bilden Anreiz und Grundlage für mein Projekt. Mich interessiert, wie sich unter ökologischen Aspekten, Design, traditionelles Handwerk und neue Technologien verbinden lassen.

In der Designbranche ist es oft der Fall, dass von Grund auf Neues industriell produziert wird. Im Gegensatz dazu sollen bereits bestehende Materialien und Gegenstände durch kleine Abänderungen oder durch grundsätzlich neue Konzepte wieder an Wert gewinnen und somit mit diesen “neuen“ Produkten auf eine Ebene gestellt werden.
Die aus diesem Projekt entstehenden Werke, sollen für die Allgemeinheit zugeschnitten und auch zugänglich gemacht werden, d.h es sollen Alltagsprodukte sein, die nicht nur funktionell und schön, sondern auch für jedermann erschwinglich sein sollten. Ich stelle mir vor mit verschiedenen Gestaltern und Designern zusammen zu arbeiten, jedoch auch mit Personen / Betrieben aus dem handwerklichen oder technologischen Bereich und Organisationen / Institutionen die sich mit Umwelt, Ökologie und Design beschäftigen.

«…dass, die kreativsten unter uns mitdenken sollten, ist weder wirklich revolutionär neu noch wirklich «anders», aber wir brauchen immer wieder Stimmen, die uns dran erinnern!»

PHILIPPE KREBS

Was sollte ein Zauberkasten beinhalten, der als Ziel die lebendigere Gestaltung eines mediengestützen Interaktionsprozesses zwischen Redner und Publikum hat?

Ziel ist die Verbesserung der Interaktion zwischen einem Redner und seiner Zuhörerschaft.
Eine gute Präsentation zu halten ist schwierig. Dies gilt auch für Vorträge, Lehreveranstaltungen und andere präsentationsähnliche Situationen bei welchen eine Person ein Publikum mit Information und/oder Entertainment zu füttern versucht. Das Hauptproblem liegt dabei meist in der Interaktion des Vorzutragenden und dem Publikum.
Mein Projekt will mit Hilfe eines interdisziplinären Teams und im Kontext von neuen Medien versuchen, einen Präsentations-Zauberkasten zu entwickeln. Die Interdisziplinarität des Teams soll eine innovative Annäherung und Verarbeitung des Themas ermöglichen um das finale Produkt von gängigen Methoden der Beratungsfirmen, Präsentationstrainings und ähnlichen, schon vorhandenen Dienstleistungen abzuheben. Basierend auf neuen Medien werden neue Präsentationstools und neuartige, intuitive Interfaces ausgetestet. Mithilfe dieser Ausrüstung wird dem Benutzer auf simple Weise ermöglicht, die Interkation mit seinem Publikum sowie jene mit seinem Präsentationsmedium optimieren zu können und dabei den Zeitaufwand sowie die Notwendigkeit von technischem Vorwissen für die Vorbereitung auf ein Minimum beschränkt.

CLAUDIO KÜNZLER

Wie lassen sich die Prozessdaten einer institutionellen Werdensgeschichte architektonisch oder skulptural derart umsetzen, dass sie als expressives Moment der Corporate Identity optimal zum Tragen kommen?

Mehr Informationen unter www.gepetto-digital.com

MERET PIKE

Wie lassen sich Interaktionstechnologien und Fast Food Konzepte optimal verbinden und vermarkten?

Ich möchte mich in meinem Diplomjahr im Bereich der Gastronomie bewegen. Mein Ziel ist es Kundenwünsche in nur kurzer Zeit erfüllen zu können.

Nun möchte ich ja sowieso Marktlücken in der Gastronomie finden. Wenn es um Wünsche und eigene Zusammenstellung der Esswaren geht, muss ich an die Firmenphilosophie der Tapas-Gastrostetten denken. Du gehst als Kunde in ein Restaurant und stehst vor der Karte mit 1000 Möglichkeiten. Am liebsten hättest du ein bisschen von jenem und von diesem. Tapas bieten dir genau diese Möglichkeit. Du kannst dir dein Menü, deine Beilagen alles nach Wunsch zusammenstellen. Gastrostetten wie diese gibts aber schon.
Fast Food – „(engl. fast food = schnelle Nahrung) ist Essen, das für raschen Verzehr zubereitet wird. Die Zeitspanne zwischen Bestellung und Erhalt des verzehrsfähigen gastronomischen Produktes beträgt meist weniger als 10 Minuten. Der Begriff ist bei vielen im Sinne von Junkfood negativ belegt. (Wikipedida)
„Die Zeitspanne zwischen Bestellung und Erhalt des verzehrsfähigen gastronomischen Produktes beträgt meist weniger als 10 Minuten.“
Du bist unterwegs, verspürst den kleinen Hunger, hast aber nicht viel Zeit – also holst du dir schnell was aus dem Schnellimbiss. Oftmals ist das Angebot zwar gross, aber nicht mit viel Liebe zum Detail verarbeitet. Wie kann man auch? Fast Food steht ja für schnelles Essen, da bleibt nicht viel Zeit für Spielereien.

Ich möchte aber ein Produkt in dieser Sparte finden, welches ich in nur kurzer Zeit mit Hilfe von neuen Technologien dem Kundenwunsch anpassen kann.
Gerne würde ich mich mit dem Doughnut beschäftigen.
A doughnut, or donut, is a sweet, deep-fried piece of dough.
Er bietet mir sowohl in der Zusammenstellung von Teig/Füllung/Geschmacksrichtung (Tapas-Konzept) als auch in der Dekoration (Glasur, Text, Streuselverteilung, Grafiken, usw….) etliche Möglichkeiten zur Veränderung/Anpassung an den Kundenwunsch.

Mehr Informationen unter: www.pikesdonuts.ch

SACHA ROCHE

Wie kann ein genossenschaftlich finanziertes, soziokulturelles Modellprojekt durch die Einbindung kommunaler und privatwirtschaftlicher Entscheidungsträger realisiert werden und zugleich seinen autonomen Charakter behalten?

In einer ersten Phase soll das soziokulturelle Modell entwickelt und in eine präsentierbare Form gebracht werden. Daraus formulierte kontroverse Positionen werden in der Folge systematisch zur Diskussion gestellt. Das Modell besteht aus einem Grobkonzept, einem physischen Anschauungsmodell sowie erster On- und Offline-Präsentationen.

Das Modell sowie eine Analyse der für das Projekt relevanten Faktoren und Bedingungen dienen als Ausgangslage für die Zusammenarbeit mit verschiedenen Experten aus Kultur, Psychologie und Wirtschaft. Erarbeitet werden dabei die Konzeptdetails und Strategien zur Akquisition von passenden Projektpartnern wie auch zur Öffentlichkeitsarbeit.

Im Rahmen der Anwendungsphase werden potenzielle Partner und Entscheidungsträger in den Diskurs miteinbezogen. Die präzise Entwicklung dieser Formate und Abläufe sehe ich als kritischen Erfolgsfaktor des Projektes. Sie sollen es unter anderem ermöglichen, in dieser Phase gewonnene Erkenntnisse wirksam in den laufenden Prozess zurückfliessen zu lassen.

Das Modell wird abschliessend bezüglich soziokulturellem Nutzen und privatwirtschaftlicher Realisierbarkeit von den jeweiligen Entscheidungsträgern bewertet. Die Auswertung dieser Daten ergibt das Fazit.

Mehr Infos unter: www.resulte.net

ALESSANDRO TELLINI

Wie sehen Designstrategien im Bezug auf die Interaktion zwischen Grafikdesign-
werkzeugen und Scriptingtools aus?

Die Welt des Grafikdesigns befindet sich im Umbruch. Verschiedene gestalterische Disziplinen (Kunst, Illustration, generative Programmierung, Typographie, konventionelle Grafik, Schriftgestaltung, Webdesign, Motiongraphics) treffen aufeinander und bilden einen Pool, in dem sich eines vom anderen nicht mehr klar trennen lässt.

Es bilden sich neue Ansichten von dem, was ein Grafikdesigner zu leisten hat. An diesem Punkt stellt sich die Frage nach adequaten Werkzeugen, um auf diesen Paradigmenwechsel reagieren zu können. Die Grundlagen um sich solche Werkzeuge zu erstellen sind vorhanden in Form von Script­ und Programmiersprachen wie: JavaScript, Python, Postscript, OSAscript, C, C++, Java, LOGO, Perl, um einige zu nennen. All diese Sprachen verbindet die Gemeinsamkeit, dass es Frame works gibt die sich nicht ausschliesslich an den Programmierer, sondern auch an den kreativen Gestalter wenden.

Untersucht man, inwiefern diese Werkzeuge/Frameworks im Grafikdesign eingesetzt werden wird schnell klar, dass es keine Strategien zur Integrierung von diesen Scriptsprachen in den Grafikdesignworkflow gibt.

An dieser Stelle ist es mein Anliegen herauszufinden, wie ich als Grafikdesigner mein Selbstverständnis erweitern kann und diese neuen, selbst erstellten, Werkzeuge in meine Arbeit einfliessen lassen kann. Massgeblich ist der Aufbruch von Gestaltungskonventionen, die von den Desktop­ Publishing­Programmen auferlegt werden. Ziel muss es sein Gestaltungsprozesse zu erweitern und zu bereichern, um eine Vielfältigkeit zu erreichen, welche unsere Wahrnehmung von prozessualem Design ändert – von einem monokausalen, zu einem multikausalen Geschehen.

LEA ZEITMAN

Wie kann codebasiertes Design mit neuen und interaktiven Technologien in eine haptisch erfahrbare Präsentationsform gebracht werden?

In Verbindung mit neuen Materialien soll in diesem Projekt ein Inhaltskonzept erarbeitet werden.

Displays ermöglichen es, im Gegensatz zu Printmedien, Inhalte dynamisch und in Echtzeit darzustellen. Diese positive Eigenschaft ist vor allem bei der Darstellung von codebasiertem Design (processing) unersetzlich.

Das Interessante für eine spannende Narrationsstruktur ist, dass diese Medien sich gestalterisch anwenden und verändern lassen. Wie ist es möglich, dem Betrachter diese neue Form der Medienkunst erlebbar zu machen?

Dünne biegbare Displays, die in Ihrer Haptik mit Papier zu vergleichen sind, machen die Verbindung von digitalen Elementen und traditioneller Fertigungstechnik möglich. Eine erweiterte Präsentationsform entsteht. Dadurch ist es möglich, zu einer intuitiven Form der Bedienung zurückzukehren, diese neu zu interpretieren und mit zusätzlichen Interaktionsmöglichkeiten zu ergänzen.

Da es sich um ein Produkt handelt, welches nie dagewesene gestalterische Möglichkeiten mit neuen, teils noch nicht ausgereiften, Technologien verbindet, kann eine genaue Gestaltung von Inhalt und Form nur innerhalb des Erschaffungsprozesses selbst geschehen.

Den papierenen Post-its nachempfunden, kombinieren Post-Bits die Vorteile der kleinen Haftnotizen mit der digitalen Handhabung visueller Informationen. Fühlbare Eigenschaften des Papiers, wie sie beim Durchblättern, Biegen, Verstreuen und Rascheln der Seiten zum Ausdruck kommen, werden auf die Steuer- und Wahrnehmungsaspekte des Multimedia-Contents umgelegt

Mehr Infos unter: www.hapticscript.com

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